Der Flughafen München erwartet massive Auswirkungen des 24-stündigen Verdi-Warnstreiks am Montag. Genaue Details stünden zwar noch nicht fest, weil die Fluggesellschaften erst noch ihre angepassten Sonderflugpläne erstellen müssten, sagte ein Sprecher.
Da es sich um einen deutschlandweiten Warnstreik handele, sei mit heftigen Auswirkungen auf den Flugbetrieb und einem stark reduzierten Flugplan zu rechnen.
Beim letzten, damals 48-stündigen Warnstreik Ende Februar hatten in München nur rund 200 von 1.600 Flügen stattfinden können. Damals waren allerdings andere wichtige Flughäfen wie Frankfurt nicht betroffen. Erfahrungsgemäß kann dies die Auswirkungen verstärken.
Für Montag waren in München rund 820 Flüge geplant. Davon werde voraussichtlich «der größte Teil annulliert», hieß es vom Flughafen.
Infos am Wochenende
Derzeit würden die Sonderflugpläne erarbeitet. «Es wird erwartet, dass im Laufe des Wochenendes aktuelle Fluginformationen auf den Webseiten des Flughafens und der Airlines veröffentlicht werden», hieß es vom Flughafen. Zudem sollten sich Flugreisende über den Status ihrer Verbindung informieren und im Falle von Annullierungen nicht anreisen.
Für Dienstag erwartet der Flughafen dann wieder einen weitgehend regulären Flugbetrieb.
Insgesamt hat Verdi für elf Flughäfen Warnstreiks angekündigt. Neben München sind Stuttgart, Frankfurt, Köln/Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Hannover, Bremen, Hamburg, Berlin-Brandenburg und Leipzig-Halle betroffen. Hintergrund ist der Tarifstreit mit Bund und Kommunen, in dem Mitte März die nächste Verhandlungsrunde ansteht.
Bisher kein Angebot
«Wir sehen uns zu diesem Warnstreik gezwungen, da die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Diensts bisher kein Angebot vorgelegt und keine Bereitschaft gezeigt haben, unsere berechtigten Forderungen zu erfüllen», erklärte die Verdi-Vize-Vorsitzende Christine Behle. Man habe die Aktionen frühzeitig angekündigt, um den Passagieren Planungssicherheit zu ermöglichen.
Verdi fordert eine Tariferhöhung im Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich, und höhere Zuschläge für die Arbeit zu belastenden und ungünstigen Zeiten.
Die Arbeitgeber wiesen diese Forderungen als nicht finanzierbar zurück. Die Tarifverhandlungen werden am 14. bis 16. März 2025 in Potsdam fortgesetzt. Die Lufthansa wie auch der Flughafenverband ADV kritisierten die Warnstreiks an den Knotenpunkten der Verkehrsinfrastruktur scharf.
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